Marlies Ernst berichtet aus San José (Costa Rica)
Besucht uns auf:

Nun bin ich Rentnerin - und könnte Bäume ausreißen. Als erstes lernte ich
Bauchtanz!
 
Später dann lernte ich einen netten „Reiseonkel“ kennen, der schon oft in Mexico war.
Zum nächsten gemeinsam geplanten Urlaub dorthin war noch etwas Zeit um in der Volks-hochschule etwas spanisch zu lernen. In Mexico merkten wir, dass man mit „Gracias und ola,  que tal“ nicht besonders weit kommt.
Nach dem Urlaub riefen wir  bei „team Sprachen& Reisen GmbH“ an und wurden fündig. Vom 04.04. – 03.05.2008 flog ich nach Costa Rica in die  „CRLA Schule“ – alleine, denn  mein Freund, 72 Jahre meinte,  es reicht wenn einer seine grauen Gehirnzellen aktiviert.     
Also, die 4 Wochen waren so toll, es war einfach das verrückteste, was ich je auf die Beine
gestellt habe. Die Gastfamilie war in meinem Alter und Mama Lydia hat mich kulinarisch so richtig verwöhnt, aber sonst nur junge „Hühner“  um mich rum. Die Lehrerin konnte kein Wort deutsch und ich kein Wort englisch – wir haben manchmal Tränen gelacht, ehe ich verstand was Sie von mir wissen wollte. Aber das lernen fällt trotzdem leicht, weil alle nur  spanisch sprechen.

Jedes Wochenende habe ich mir in der Stadt oder in der Schule einen Ausflug in das herrliche Costa Rica gebucht. Manchmal übernachtete ich da  in ganz primitiven Tico-Lodges, nur um ein paar Dollar für den nächsten Ausflug zu sparen.

Der interessanteste Ausflug aber war für mich an die Karibik nach Tortugero . Diese wunderbare, unberührte Natur mit den vielen Tieren,  ohne Autos, nur Boote und ein paar Einheimische -  davon träume ich heute noch.

Ich hatte eine Hütte direkt am Meer gebucht und war dort ganz alleine,  die anderen Touristen wurden mit einem Boot in ein Hotel gebracht. Zum Frühstück gab es bei mir Wasser und Brot, direkt am menschenleeren Strand. Es war Romantik pur.

Die 4 Wochen hätten schöner nicht sein können, außer dem täglichen Regenguss, der immer zur gleichen Zeit einsetzte  und mein selbstverschuldetes Malheur  beim  Rückflug.
Ich habe in New York das Flugzeug nach Berlin verpasst!  Durch eigene Dusslichkeit.
Es gab dort so viel zu beachten und auszufüllen, dass ich glatt nicht an die zwei Stunden Zeitverschiebung dachte. Mir ist auch keine andere Uhr im Flugzeug oder im Flughafengebäude ins Auge gesprungen. Mit klopfendem Herzen und aufsteigender Panik stand ich schließlich vor dem geschlossenen Gate. Aber ich musste nicht auf dem Flughafen übernachten. Man steckte mich ganz unbürokratisch in eine Maschine nach Amsterdam mit Anschluss nach Berlin. So kam ich mit nur 3 Stunden Verspätung in Berlin an – ohne Zuzahlung!
Ich würde diese Reise mit „team Sprachen&Reisen“ gerne noch einmal unternehmen. Es passte einfach alles zusammen. Aber vorher muss ich erst mal wieder mein Sparschwein füttern…..
 

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