Jacqueline Herbst berichtet aus Paris (Frankreich)
Besucht uns auf:

Paris – Je t’aime.

Aufgrund meines Entschlusses ein Französischstudium zu beginnen, kam ich auf die Idee vor Beginn noch eine 3-wöchige Sprachreise nach Paris zu machen. Dies war die beste Entscheidung, die ich je treffen konnte.

Als es dann endlich soweit war und ich auf dem Flughafen stand, kamen die ersten Zweifel; Kann ich mich überhaupt in der Gastfamilie verständigen, wenn ich 4 Jahre kein Französisch gesprochen habe? Werde ich nette Leute treffen, mit denen ich die Freizeit verbringen kann? Wird der Unterricht Spaß machen oder sind die Lehrer furchtbar?

Wie man sich schon denken kann, waren diese Zweifel völlig unbegründet. Am ersten Tag kam ich zu meiner Gastfamilie, einer 62-jährigen Rentnerin, die mir alles erklärte. Sie zeigte mir die Wohnung, mein Zimmer und wie ich am nächsten Tag zur Schule fahren muss. Und das Beste war, dass sie sich so viel Mühe mit der Aussprache gab, dass ich sie trotz meiner langen Sprachpause, gut verstand. Außerdem erfuhr ich das noch eine weitere Gastschülerin, die aus Brasilien kam, bei ihr wohnte.

Mein erster Tag in der Schule verlief super. Meine brasilianische „Mitbewohnerin“ ging auf die gleiche Schule wie ich, sodass wir zusammen die Metro nehmen konnten. In der Schule angekommen, stellte sie mich auch gleich ihren anderen Freunden vor. Somit kam ich gar nicht drum herum, Französisch zu sprechen. Zum Unterrichtsbeginn erfolgte der Einstufungstest und wir wurden je nach Niveau in die Klassen eingeteilt. In meiner waren wir nur ca. 8 Schüler während meines Aufenthalts, wodurch wir die Möglichkeit hatten, oft zu sprechen. Außerdem wandte meine Lehrerin so kreative Unterrichtsmethoden an, dass es nie langweilig wurde und man sich jeden Tag auf die Schule freute. 

Da der Unterricht jeden Tag 12.40 endete, gingen wir danach in einer kleinen Gruppe aus Brasilianern, Tschechen, Engländern und Deutschen zusammen etwas essen und danach auf große Sightseeingtour. Aufgrund der verschiedenen Nationalitäten waren wir gezwungen, durchweg Französisch zu sprechen. Dies war nicht nur gut um die Sprache zu lernen, sondern machte auch einen riesen Spaß. Ich muss zugeben, dass mir das jetzt in Deutschland sehr fehlt. Man hat vorher immer Angst, dass man sich ohne Vokabelwissen nicht verständigen kann, aber man lernt, alles mit Füßen und Händen zu erklären. Zur Not haben wir auch ein Wort auf Englisch gesagt und zusammen in unseren Wörterbüchern die französische Vokabel gesucht. Insgesamt hat die Verständigung immer super funktioniert und man lernte, Ausdrücke zu umschreiben, die man nicht direkt formulieren konnte.

Letztendlich kann ich es (meine Erfahrungen) mit einem Satz zusammenfassen: Paris, je t’aime. Es ist eine Stadt mit so vielen Möglichkeiten. Jeden Tag konnten wir etwas Schönes unternehmen; ein Ausflug zum Sacre Coeur, zum Eiffelturm, die Besichtigung des Louvre oder anderer Museen oder ein Abstecher zum Schloss Versailles. Paris hat einfach viel zu viel zu bieten. Ich hätte nie gedacht, dass meine Reise so viel Spaß machen könnte.

Die Schule bot zusätzlich jede Woche einen Ausflug oder Aktivität an. Einmal gab es nach dem Unterricht eine Käseverkostung- Oh mon dieu!!! Der Käse ist, wie eigentlich alles andere auch, in Frankreich so lecker! Und wer Süßes mag, der wird in den „boulangeries“ seine große Liebe finden, denn die Auswahl an süßen Spezialitäten ist ungeheuer groß. Ein in Deutschland ganz einfaches Éclaire ist in Paris eine Wohltat für den Gaumen.

Insgesamt bin ich so froh, dass ich mich spontan für diese Reise entschieden habe. Ich war vorher noch nie in Paris und jetzt ist es eine der schönsten Städte, die ich kenne. Außerdem war es auch gar nicht so teuer, wie mir vorher immer alle sagten. Man konnte günstig und trotzdem sehr gut Mittag essen gehen und das Geld hat auch noch zum shoppen gehen gereicht. Ich habe nun schon das zweite Mal mit team-Reisen eine Sprachreise gemacht und war jetzt ein weiteres Mal begeistert worden. Ich habe das Gefühl, mein Französisch hat sich so gut verbessert, als hätte ich nie eine Sprachpause gehabt und zugleich konnte ich noch viel von der Pariser Kultur lernen. Ich kann jedem nur empfehlen solch eine Sprachreise zu machen, ob es für das Studium ist, die Schule, die Arbeit, es macht auf jeden Fall großen Spaß und erweitert den Horizont.
                
 

Fotos zu diesem Bericht

Seite: 1 2